Glossar

ABC der Hotellerie

Das kleine Einmaleins der Branche: über 100 Begriffe und Abkürzungen verständlich erklärt für Hotel, B&B und Fewo.

A

Abreise

Abreise ist der Moment, in dem ein Gast den Aufenthalt beendet und auscheckt. In der Mehrzahl bezeichnet „Abreisen“ die Anzahl der erwarteten Check-outs an einem bestimmten Tag.

All Inclusive

Verpflegungsart, bei der im Preis Unterkunft, Mahlzeiten, Getränke und zusätzliche Leistungen (z. B. Aktivitäten, Nutzung der Einrichtungen) enthalten sind. Das Ziel ist, ein Rundum-Erlebnis ohne Zusatzkosten zu bieten.

Allotment

Vereinbarung zwischen Hotel und Reisebüro/Tour­operator: Das Hotel hält für einen Zeitraum ein festes Zimmerkontingent vor. Bis zum Ende der vereinbarten Frist kann der Partner die Zimmer verkaufen. Nicht verkaufte Zimmer fallen danach ans Hotel zurück.

Anreise

Bezeichnet den Zeitpunkt, zu dem der Gast im Hotel eintrifft und der Aufenthalt beginnt. Verknüpft mit dem Check-in, bei dem der Gast begrüßt, registriert und zum Zimmer begleitet wird.

Anzahlung

Eine Anzahlung ist ein vom Hotel bei Buchung verlangter Geldbetrag als Absicherung. Sie kann prozentual oder fix sein und schützt bei späten Stornierungen oder No-Shows.

B

BAR (Best Available Rate)

Niedrigste öffentlich verfügbare Rate für ein Zimmer am jeweiligen Datum. Da es sich um die günstigste Rate handelt, ist sie oft mit Restriktionen wie Nicht-Erstattbarkeit und Vorkasse verbunden.

BUR (Best Unrestricted Rate)

Die Best Unrestricted Rate (BUR) ist die niedrigste verfügbare Rate ohne einschränkende Bedingungen wie Mindestaufenthalt oder Nicht-Stornierbarkeit. Sie bietet Gästen Flexibilität, da Buchungen in der Regel geändert oder kostenfrei storniert werden können, und unterscheidet sich damit von Promotions- oder Discount-Raten.

Bed & Breakfast (B&B)

Bezeichnet sowohl eine Verpflegungsart mit Unterkunft und Frühstück als auch eine Unterkunftsform, die ausschließlich dieses Arrangement bietet. Oft kleine und familiär geführte Betriebe.

Belegungsrate (Occupancy rate)

Die Belegungsrate ist der prozentuale Anteil belegter Zimmer an allen verfügbaren Zimmern in einem Zeitraum. Dieser KPI misst die Nutzungseffizienz und zeigt, wie erfolgreich Preis- und Distributionsstrategien sind.

Booking Window (Buchungsfenster)

Das Booking Window ist die Anzahl der Tage zwischen Buchungsdatum und Anreise. Es zeigt, wie weit im Voraus Gäste ihren Aufenthalt reservieren.

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Booking pace (Buchungstempo)

Die Booking Pace beschreibt, wie schnell in einem bestimmten Zeitraum Reservierungen für ein Anreisedatum eingehen. Sie ermöglicht eine Echtzeit-Einschätzung der künftigen Verkaufstendenzen im Vergleich zu historischen Daten.

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Bottom Rate (Mindestpreis)

Die Bottom Rate ist die Untergrenze, unter der ein Hotel seine Zimmer nicht verkauft, auch bei geringer Auslastung oder kurzfristigen Anfragen. Sie ist der niedrigste Preis, der die Kosten deckt und eine angemessene Marge sichert.

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Boutique-Hotel

Ein Boutique-Hotel ist eine kleine, individuell geführte Unterkunft mit sorgfältigem Design, intimer Atmosphäre und persönlichem Service. Es bietet exklusive Erlebnisse und viel Liebe zum Detail. Stil, Komfort und Authentizität stehen im Mittelpunkt, um sich klar von traditionellen Hotels abzuheben.

Buchungskurve

Eine Grafik, die zeigt, wie sich Buchungen für ein bestimmtes Anreisedatum im Zeitverlauf aufsummieren. Im Revenue Management genutzt, um Vorlaufzeiten zu verstehen und Preise sowie Verfügbarkeit zu planen.

Bulk-Update (Massenänderung)

Ein Bulk-Update bezeichnet die gleichzeitige Änderung mehrerer Datenpunkte oder Einstellungen in einem Verwaltungssystem, etwa im PMS oder Channel-Manager. In der Hotellerie erlaubt es schnelle Aktualisierungen von Raten, Verfügbarkeit oder Restriktionen über mehrere Daten und Vertriebskanäle hinweg.

Business To Business (B2B)

Geschäftsbeziehungen und Transaktionen zwischen Unternehmen. In der Hotellerie fallen darunter z. B. Kooperationen mit Reisebüros, Veranstaltern, Corporate-Travel-Firmen und Serviceanbietern.

Business To Consumer (B2C)

Transaktionen zwischen Unternehmen und Endkunden. In der Hotellerie fallen darunter z. B. Direktvertrieb und Marketing an Gäste, also etwa die Website-Buchung, gezielte Werbeaktionen oder das Treueprogramm.

Buyer’s Journey (Kauf-/Buchungsreise)

Die Buyer’s Journey beschreibt den Prozess, der potenzielle Gäste vom ersten Erkennen eines Reisebedarfs bis zum Abschluss der Buchung führt. Sie umfasst in der Regel drei Phasen: Awareness, Consideration und Decision.

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C

Channel-Management

Channel-Management ist die Steuerung und Verteilung von Zimmern über mehrere Verkaufskanäle (z. B. OTAs, Hotelwebsite, Reisebüros). Professionelle Pflege sichert konsistente Raten und Verfügbarkeiten, senkt das Overbooking-Risiko und maximiert den Umsatz.

Closed to arrival (CTA)

„Closed to Arrival“ ist eine Restriktion, die Anreisen an einem bestimmten Datum verhindert. Aufenthalte sind möglich, wenn der Aufenthalt bereits vor diesem Datum beginnt. Hotels nutzen CTA, um in Hochlastzeiten oder zu Events die Auslastung gezielt zu steuern.

Closed to departure (CTD)

„Closed to Departure“ verhindert Abreisen an einem bestimmten Datum. Gäste können bleiben, müssen die Abreise jedoch auf ein späteres Datum verschieben. CTD erhöht in Nachfragespitzen die durchschnittliche Aufenthaltsdauer.

Complimentary

„Complimentary“ bezeichnet kostenfreie Leistungen oder Produkte des Hotels, z. B. Frühstück, Getränke, Zimmer-Upgrades, Spa-Services oder andere Annehmlichkeiten. Sie stiften Mehrwert, verbessern die Guest Experience und fördern die Loyalität.

Complimentary room

Ein Freizimmer wird bestimmten Gästen oder Partnern kostenfrei zur Verfügung gestellt – etwa zu Werbezwecken, als Dank an Stammgäste, zur Pflege von Geschäftsbeziehungen oder als Wiedergutmachung bei Serviceproblemen.

Compset (Wettbewerbsgruppe)

Ein Compset ist die Gruppe direkter Wettbewerber, mit der ein Hotel seine Performance, Preise und Marktposition vergleicht. Es umfasst Häuser am selben Standort mit ähnlichem Angebot, Zielgruppen und Preisniveau.

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Conversion Rate (Konversionsrate)

Die Conversion Rate ist der Anteil der Nutzer, die eine Buchung abschließen, gemessen an allen Besuchern der Hotel-Website, des Booking-Engines oder einer spezifischen Angebotsseite. Sie zeigt, wie viele Interessenten zu tatsächlichen Gästen werden.

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Corporate-Gäste

Corporate-Gäste sind Geschäftsreisende, die aus beruflichen Gründen übernachten, etwa für Dienstreisen, Meetings oder Konferenzen. Typische Anforderungen sind schnelles WLAN, Tagungsräume, flexible Zeiten und verhandelte Firmenraten.

Cross-Selling

Cross-Selling bezeichnet das Anbieten ergänzender Leistungen oder Produkte zusätzlich zu einer bereits gebuchten Hauptleistung. Im Hotel können das z. B. Frühstück, Massagen, reservierte Parkplätze oder geführte Ausflüge sein.

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Cut off (CO)

Cut-off bezeichnet den letztmöglichen Zeitpunkt, zu dem eine Reservierung vor Anreise getätigt oder geändert werden kann. Nach Ablauf der Frist kann das Hotel die Verfügbarkeit schließen oder Restriktionen anwenden.

D

DBA (Days before arrival)

DBA (Days Before Arrival) gibt die Anzahl der Tage zwischen Buchungsdatum und Anreise an. Die Kennzahl hilft, Buchungsgewohnheiten zu analysieren und Preisstrategie, Aktionen oder Restriktionen anhand des Vorbuchungszeitraums zu steuern.

Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) regelt den Schutz personenbezogener Daten in der EU. Hotels müssen die rechtmäßige Erhebung, Verarbeitung und Speicherung von Gästedaten sicherstellen.

Day Use (Tagesnutzung)

Day Use beschreibt die Buchung eines Zimmers nur für den Tag ohne Übernachtung.

Direktbuchung

Eine Direktbuchung erfolgt über hoteleigene Kanäle (Website, Telefon, E-Mail, Social Media) ohne OTAs oder Reisebüros.

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Displacement-Analyse

Die Displacement-Analyse hilft zu entscheiden, ob eine Gruppenbuchung profitabler ist als der Verkauf an Individualgäste. Verglichen werden der Erlös der Gruppe und der potenzielle Erlös aus Einzelverkäufen, die dadurch verdrängt würden.

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Distributionskanal

Ein Distributionskanal ist der Weg, über den ein Hotel seine Zimmer verkauft. Dazu zählen direkte Kanäle wie die offizielle Website und Telefonverkauf sowie indirekte Kanäle wie OTAs, Reisebüros und Veranstalter.

Distributionsmix

Der Distributionsmix bezeichnet die Gesamtheit aller Kanäle, über die ein Hotel Zimmer vertreibt: direkt (Website, E-Mail, Telefon) und indirekt (OTAs, Agenturen, Reiseveranstalter).

Doppelzimmer zur Einzelnutzung

Ein Doppelzimmer, das von einer Person genutzt wird. Es bietet mehr Platz als ein Einzelzimmer und ist meist teurer als ein Einzel-, aber günstiger als ein Doppelzimmer für zwei Personen.

Dynamische Preisgestaltung

Strategie zur laufenden Anpassung der Zimmerpreise in Echtzeit anhand von Nachfrage, Saisonalität, Wettbewerb und Events. Ziel ist es, Erlöse durch marktgerechte Preise zu maximieren.

E

Early-Bird-Angebot

Spezialtarif von Hotels oder Reiseveranstaltern zur Förderung frühzeitiger Buchungen. Er bietet Rabatte oder exklusive Vorteile innerhalb festgelegter Buchungszeiträume.

Extranet

Geschütztes Online-Portal, über das Hotels ihre Inhalte auf Vertriebskanälen wie OTAs pflegen: Raten, Verfügbarkeiten, Bedingungen aktualisieren und Verkaufsstatistiken einsehen.

F

F&B (Food & Beverage)

F&B bezeichnet den Hotelbereich für alle Speisen- und Getränkeleistungen: Restaurants, Bars, Zimmerservice, Event-Catering und Bankette.

FIT Rate (For individual travelers)

FIT-Rate ist eine für Individualreisende reservierte Rate, getrennt von Gruppen- oder Firmenraten. Sie wird häufig mit Veranstaltern und Reisebüros ausgehandelt und für Pakete oder Einzelverkäufe genutzt.

Fenced Rate (Rate mit Zugangsbeschränkung)

Vergünstigter Tarif, der nur bei erfüllten Bedingungen gilt (sogenannte „Fences“). So erhalten preissensible Gäste niedrigere Preise, ohne die Standardraten generell zu entwerten.

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Ferienhaus

Ein Ferienhaus ist eine eigenständige Unterkunft, oft in ländlicher oder naturnaher Lage. Es bietet private Bereiche wie Küche, Wohnraum und Schlafzimmer in gemütlichem, traditionellem Stil und eignet sich für Gäste, die Privatsphäre und ein eintauchendes Regionalerlebnis suchen.

Ferienunterkunft

Eine Ferienunterkunft – auch Ferienwohnung oder Ferienhaus – besteht aus einer oder mehreren möblierten Wohneinheiten, die für kurzzeitige touristische Aufenthalte vermietet werden. Sie bietet unabhängige Räume mit Küche und Selbstversorger-Ausstattung und damit mehr Freiheit als klassische Hotelzimmer.

Flash sale

Kurzfristige Promotion mit deutlichen Rabatten und begrenzter Laufzeit. Dient dazu, Dringlichkeit zu erzeugen und Buchungen schnell zu steigern, etwa bei niedriger Auslastung oder Restkontingenten.

Folio

Das Folio ist die Gästerechnung bzw. der Kontoauszug des Aufenthalts. Es fasst alle Posten zusammen – Logis, F&B, Extras und Steuern – und bildet die Grundlage für die Schlussabrechnung beim Check-out.

Forecast

Forecast ist die Prognose zu künftiger Nachfrage, Belegung und Erlösen auf Basis historischer Daten und aktueller Trends. Sie dient der Preissteuerung, Ressourcenplanung und Promotion-Steuerung.

Forecasting

Forecasting ist der laufende Prozess, Belegung, Nachfrage und Erlöse zu analysieren und vorherzusagen. Grundlage sind historische Daten, Markttrends und Events; Ziel ist eine optimale Vertriebs-, Preis- und Ressourcensteuerung.

Foreign inbound traveler (FIT)

Ausländischer Individualreisender (FIT): internationale Gäste, die individuell – nicht als Gruppe – zu Freizeit-, Geschäfts- oder anderen Zwecken einreisen; abzugrenzen von Inlandsreisenden oder organisierten Gruppen.

Front desk

Front Desk/Rezeption: Bereich für Gästebetreuung und Anreise/Abreise. Kernaufgaben sind Check-in, Check-out, Reservierungen, Auskünfte und Koordination von Gästewünschen.

Frühbuchung

Eine Reservierung, die lange vor Anreise getätigt wird. Hotels fördern sie mit Rabatten oder Zusatzleistungen, sichern so eine stabilere Auslastungsbasis und erleichtern die Planung.

G

Garantie-Kontingent

Ein Garantie-Kontingent ist eine vertragliche Vereinbarung, bei der ein Hotel einem Reiseveranstalter oder einer Agentur für einen definierten Zeitraum eine feste Anzahl an Zimmern zuteilt. Der Partner bezahlt alle zugeteilten Zimmer, unabhängig davon, ob sie belegt werden oder nicht.

Gesamtumsatz (Total Revenue)

Gesamtumsatz umfasst alle Erlöse eines Hotels: nicht nur Zimmerumsätze, sondern auch F&B, Spa, Veranstaltungen, Tagungen und sonstige Services. Er bildet die gesamte wirtschaftliche Leistung der Unterkunft ab.

Global Distribution System (GDS)

Das Global Distribution System ist eine elektronische Plattform, über die Reisebüros und Veranstalter in Echtzeit auf Verfügbarkeiten, Raten und Buchungen von Hotels, Flügen und weiteren Services zugreifen für eine weltweite Distribution.

Großhändler / Bettenbank

Ein Wholesaler bzw. eine Bettenbank kauft Hotelzimmer zu Nettoraten ein und verkauft sie an Reiseveranstalter, Reisebüros oder indirekt an Endkunden weiter. Häufig werden die Zimmer in Pakete eingebunden, was Reichweite und Sichtbarkeit des Hotels erhöht.

Gruppenreservierung

Eine Gruppenreservierung ist eine Buchung für eine größere Anzahl an Gästen, die gemeinsam reisen, zum Beispiel für Firmenveranstaltungen, Hochzeiten oder organisierte Reisen. Sie umfasst eigene Raten, spezifische Stornobedingungen und zusätzliche Leistungen.

Guest Experience (Gästeerlebnis)

Die Guest Experience beschreibt die Summe aller Eindrücke und Interaktionen eines Gastes mit einem Hotel – von der ersten Buchungsanfrage bis nach dem Check-out. Sie endet nicht mit dem Aufenthalt, sondern umfasst jeden Kontaktpunkt, ob digital, telefonisch oder persönlich.

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Guest satisfaction index (GSI)

Der Guest Satisfaction Index (GSI) ist ein quantitativer Indikator für die Zufriedenheit der Gäste mit ihrem Hotelaufenthalt. Er wird aus Befragungen, Bewertungen und Post-Stay-Ratings aggregiert.

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H

Halbpension (HB – Half Board)

Halbpension umfasst Übernachtung, Frühstück und eine Hauptmahlzeit, meist das Abendessen. Ob Getränke enthalten sind, hängt von der Hotelrichtlinie ab.

Hostel

Ein Hostel ist eine preisgünstige Unterkunft mit Gemeinschaftszimmern (z. B. Schlafsäle mit Etagenbetten) und teils auch Privatzimmern. Gemeinschaftsbereiche wie Küche oder Lounge fördern den Austausch und eignen sich besonders für Budgetreisende oder Gruppen.

Hotelkette

Eine Hotelkette ist eine Gruppe von Hotels unter derselben Marke oder Eigentümerschaft mit gemeinsamen Qualitätsstandards, Services und Marketingstrategien. Bekannte Beispiele sind Marriott, Hilton oder Accor.

Housekeeping

Housekeeping ist die Abteilung für Reinigung, Ordnung und Pflege von Zimmern und öffentlichen Bereichen. Ziel ist ein einladendes Umfeld gemäß Hygiene- und Qualitätsstandards.

Housekeeping-Liste

Die Housekeeping-Liste strukturiert die täglichen Reinigungs- und Instandhaltungsaufgaben. Sie enthält Informationen wie Zimmerstatus (frei, abreisend, außer Betrieb), besondere Gästewünsche und Prioritäten.

I

Incentive-Reise

Eine Incentive-Reise ist eine vom Unternehmen finanzierte Reise als Anerkennung für besondere Leistungen. Sie verbindet Erholung, Teambuilding und teils Arbeitssessions, um Mitarbeitende zu motivieren und zu binden.

K

KPI (Key Performance Indicator)

Ein KPI ist eine Kennzahl zur Messung der Wirksamkeit von Strategien und Abläufen im Hotel. Häufige KPIs sind Belegungsrate, RevPAR, ADR und Buchungskonversionsrate.

Kapazität

Kapazität bezeichnet die maximale Anzahl an Gästen, die eine Unterkunft basierend auf Zimmer- und Bettenbestand aufnehmen kann. Der Begriff kann sich auf das gesamte Haus oder auf Teilbereiche wie Tagungsräume oder Restaurants beziehen.

Kinderregelung (Children Policy)

Die Kinderregelung definiert die Hotelregeln für die Beherbergung von Kindern. Sie umfasst Altersgrenzen für Betten und Babybetten, eventuelle Zuschläge, spezielle Services sowie Bedingungen für kostenfreie Aufenthalte. Klare Regeln steuern Erwartungen und verbessern die Family Experience.

Konferenz

Eine Konferenz ist eine formelle Veranstaltung, bei der Menschen mit gemeinsamen Interessen oder Zielen zusammenkommen, meist aus dem beruflichen oder akademischen Umfeld. In Hotels erfordert sie ausgestattete Räume wie Tagungszimmer, Catering und technischen Support.

Kurtaxe/Bettensteuer

Die Kurtaxe ist eine kommunale Abgabe, die Übernachtungsgäste in Städten/Gemeinden mit entsprechender Regelung zahlen. Die Höhe variiert nach Hauskategorie, Aufenthaltsdauer und Standort. Das Hotel erhebt die Abgabe und führt sie an die zuständige Behörde ab.

L

Last-Minute

Last-Minute beschreibt Buchungen kurz vor Anreise, oft zu rabattierten Raten. Solche Angebote helfen, Restkapazitäten zu füllen und die Auslastung besonders in Nachfrageschwäche zu erhöhen.

Leisure traveler

Ein Freizeitreisender reist aus Vergnügen und Erholung, nicht beruflich. Zum Beispiel Urlauber, Familien oder Paare, die Entspannung, Kultur oder Abenteuer suchen. Dieses Segment zählt zu den wichtigsten Nachfrage­treibern in Tourismus und Hotellerie.

Length of stay (LOS) - Aufenthaltsdauer

Length of Stay (LOS) bezeichnet die Anzahl der Nächte, die ein Gast im Hotel verbringt – für einzelne Gäste oder als Durchschnitt über einen Zeitraum bzw. ein Segment.

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Lifetime value (LTV)

Der Lifetime Value (LTV) gibt den gesamten Umsatz an, den ein Gast im Verlauf der gesamten Kundenbeziehung für ein Hotel generiert – von der ersten bis zur letzten Übernachtung. Er umfasst alle Buchungen sowie Nebenausgaben wie Restaurant, Spa oder andere Extras.

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Listing

Ein Listing ist das Hotelprofil auf Buchungs- und Bewertungsplattformen (z. B. OTAs, GDS, Review-Sites). Es umfasst Beschreibung, Raten, Fotos, Ausstattungen und Gästebewertungen und unterstützt Auswahl sowie Buchungsentscheidung.

Loyalty-Programm (Treueprogramm)

Ein Loyalty-Programm ist ein Prämien- und Anreizsystem, mit dem Hotels Stammgäste belohnen und die Bindung stärken. Teilnehmende sammeln in der Regel bei jedem Aufenthalt Punkte, die sie gegen Rabatte, Upgrades oder Zusatzleistungen einlösen können.

M

MICE (Meetings, Incentives, Conferences, Exhibitions)

MICE bezeichnet ein Segment des Tourismus, das Meetings, Incentive-Reisen, Konferenzen und Messen umfasst. In Hotels steht es sowohl für die entsprechende Geschäftsnachfrage als auch für die Abteilung, die Räume, Services, Catering und technische Unterstützung dafür bereitstellt.

Maintenance (Instandhaltung/Haustechnik)

Maintenance umfasst alle Maßnahmen, die den ordnungsgemäßen Zustand von Zimmern, Anlagen und öffentlichen Bereichen sicherstellen. Dazu zählen laufende Routinearbeiten und außerplanmäßige Eingriffe, um Sicherheit, Komfort und Servicequalität zu gewährleisten.

Master Rate (Basisrate/Masterpreis)

Die Master Rate ist die zentrale Referenzrate, von der alle anderen Preisarten abgeleitet werden, etwa rabattierte, promotionele oder restriktive Tarife. Sie fungiert als „Parent Rate“, auf die Regeln sowie Auf- oder Abschläge angewendet werden, um das Angebot zu differenzieren.

Meeting/Tagung

Ein Meeting ist eine in Hotels ausgerichtete Zusammenkunft zu geschäftlichen, professionellen oder Trainingszwecken. Es reicht von kleinen Besprechungen bis zu großen Konferenzen und findet in ausgestatteten Räumen mit Services wie Catering, Medientechnik und technischer Betreuung statt.

Mehrbettzimmer

Ein Mehrbettzimmer ist eine geteilte Zimmerkategorie, typisch für Hostels oder Low-Budget-Häuser, mit mehreren Betten, oft Etagenbetten. Gäste teilen den Raum und häufig auch die Sanitäranlagen.

Mehrwertsteuer (MwSt.)

Die Mehrwertsteuer (MwSt.) ist eine Verbrauchsteuer. In der Hotellerie fällt sie unter anderem auf Zimmer, Speisen und Getränke sowie Zusatzleistungen an. Das Hotel erhebt die Steuer und führt sie an die zuständige Finanzbehörde ab. Die Steuersätze variieren je nach Land und teils je nach Leistungsart.

Messe

Veranstaltung zur Präsentation von Produkten, Services oder Werken für ein definiertes Publikum. Im Hotelkontext führt sie oft zu hoher Nachfrage aus Geschäfts- und Freizeitreisen.

Metasuchmaschinen

Metasuchmaschinen bündeln Raten und Verfügbarkeiten aus verschiedenen Online-Quellen wie OTAs und der Hotel-Website. Nutzer können Preise in Echtzeit vergleichen, Hotels erhöhen ihre Sichtbarkeit. Bekannte Beispiele sind Trivago, Kayak und Google Hotel Search.

Mindestaufenthalt (MinStay/MinLOS)

Der Mindestaufenthalt definiert die minimale Anzahl an Nächten, die für eine Buchung erforderlich ist. Hotels nutzen diese Restriktion, um Auslastung und Erlöse in Zeiten hoher Nachfrage oder bei speziellen Ereignissen zu optimieren.

N

Nachfrage

Nachfrage ist die Anzahl der von Reisenden nachgefragten Zimmer in einem Zeitraum. Sie wird u. a. von Saisonalität, Events, Feiertagen und Trends beeinflusst. Ihre Analyse unterstützt die Belegungsprognose sowie eine wirksame Preis- und Distributionsstrategie.

Nesting

Nesting ist eine Technik im Revenue Management, die Gäste nach Profitabilität segmentiert und priorisiert. Steigt die Nachfrage in profitableren Segmenten, können Zimmer von weniger profitablen zu ertragreicheren Anfragen umgesteuert werden.

Nettorate (Net Rate)

Die Nettorate ist der Preis ohne Provisionen. Sie beschreibt den an einen Vermittler angebotenen Tarif bzw. den tatsächlich vereinnahmten Betrag nach Abzug von Provisionen. So lässt sich die Profitabilität verschiedener Vertriebskanäle bewerten.

Nicht erstattbar (NOREF/Non-Refundable)

Ein nicht erstattbarer Tarif ist in der Regel rabattiert, erlaubt aber keine Stornierung oder Rückzahlung. Bei Storno verfällt der Gesamtbetrag. Hotels sichern sich damit eine stabile Auslastungsbasis und senken das Stornorisiko.

Night audit

Der Night Audit ist die nächtliche Prüfung und der Tagesabschluss aller Transaktionen im Hotel. Dabei werden Buchungen, Änderungen, Stornierungen und Zahlungen kontrolliert, verbucht und Statistiken sowie Verfügbarkeiten aktualisiert.

No show

Ein No-Show liegt vor, wenn ein Gast trotz bestätigter Reservierung ohne Mitteilung nicht anreist. Das Zimmer bleibt unverkauft; je nach Hotelrichtlinie können Gebühren oder die erste Nacht berechnet werden, um den Ertragsverlust zu kompensieren.

Nur Übernachtung (Room Only)

Nur Übernachtung ist eine Verpflegungsart, bei der ausschließlich die Unterkunft enthalten ist – ohne Frühstück, weitere Mahlzeiten oder Zusatzleistungen. Gäste nutzen das Zimmer und können Services wie Frühstück oder Dinner bei Bedarf separat hinzubuchen.

O

On The Books (OTB)

On-the-Books bezeichnet alle bereits bestätigten Reservierungen für zukünftige Daten – also den Buchungsbestand, der noch nicht angereist ist. OTB ist eine zentrale Kennzahl für Planung und Revenue-Management.

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Online-Reisebüro (OTA)

Eine OTA ist eine digitale Plattform zur Buchung von Hotels, Flügen oder Reisepaketen. Sie vermittelt zwischen Gast und Unterkunft, steigert die Sichtbarkeit, erhebt jedoch Verkaufsprovisionen. Typische Beispiele sind Booking.com, Expedia und Airbnb.

Opaque Rate (Verdeckte Rate)

Eine Opaque Rate ist ein Preis, der nur bestimmten Vermittlern vorbehalten ist und Gästen nicht direkt angezeigt wird. Häufig in Last-Minute- oder „Blind“-Paketen eingesetzt, ermöglicht sie den Verkauf zu Rabatten, ohne öffentliche Raten zu verwässern.

Open pricing

Open Pricing ist eine Preisstrategie, die – anders als fixe Raten oder BAR-gebundene Abschläge – ermöglicht, für Segmente, Kanäle und Zimmertypen unterschiedliche Preise in Echtzeit festzulegen. Ziel ist die Erlösoptimierung anhand von Nachfrage und Marktbedingungen.

Overbooking

Overbooking liegt vor, wenn bestätigte Reservierungen die tatsächliche Zimmerverfügbarkeit eines Datums übersteigen. Anders als „Oversale“ (bewusstes Überbuchen zur Kompensation von No-Shows/Stornos) handelt es sich hier um ein Übermaß, das dazu führen kann, dass nicht alle Gäste aufgenommen werden können.

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Oversale

Oversale ist eine bewusste Strategie, mehr Buchungen anzunehmen als Zimmer verfügbar sind – in Erwartung von No-Shows oder Stornierungen. Ziel ist, die Auslastung zu maximieren. Tritt jedoch jeder Gast an, kann daraus Overbooking werden.

P

PAX

PAX bezeichnet im Tourismus die Anzahl der Personen einer Buchung, Gruppe oder Veranstaltung. Eine Reservierung für „5 pax“ entspricht 5 Gästen.

Package

Ein Hotel-Package bündelt mehrere Leistungen zu einem Gesamtpreis, etwa Übernachtung, Mahlzeiten, Transfer oder Aktivitäten. Gäste profitieren von Bequemlichkeit und Preisvorteilen gegenüber Einzelkäufen.

Payment Services Directive 2 (PSD2)

Die Zahlungsdiensterichtlinie 2 (PSD2) der EU reguliert elektronische Zahlungsdienste. Sie führt Sicherheitsanforderungen wie die Starke Kundenauthentifizierung (SCA) ein und schafft gemeinsame Regeln für sichere, transparente Transaktionen.

Pickup

Pickup bezeichnet die Zahl neu eingegangener Buchungen für ein zukünftiges Datum innerhalb eines definierten Zeitraums. Er zeigt die tägliche Verkaufsgeschwindigkeit und wie rasch sich ein Datum füllt.

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Point of sale (POS)

Das Point-of-Sale-System ist das Kassensystem des Hotels. Es erfasst und verarbeitet Zahlungen für Zusatzleistungen wie Restaurant, Bar oder Spa, erstellt Belege und übergibt die Daten automatisch an die Buchhaltung.

Property manager

Ein Property Manager ist die für touristische Vermietung oder Hotelbetrieb verantwortliche Person bzw. Firma im Auftrag der Eigentümer. Aufgaben sind Preisgestaltung, Reservierungen, Instandhaltung und Gästeservice mit dem Ziel, Erlöse und Abläufe zu optimieren.

Property-ID (Hotel-ID)

Die Property-ID ist der eindeutige Code einer Unterkunft in PMS, Channel-Manager oder Distributionsplattform. Er dient zur eindeutigen Identifikation und zur konsistenten Verwaltung von Verfügbarkeit, Raten und Buchungen über alle Kanäle.

Provision

Die Provision ist der prozentuale Anteil am Buchungswert, den das Hotel an Vermittler wie Reisebüros, OTAs oder Veranstalter zahlt. Die Höhe richtet sich nach dem Vertriebsvertrag und dem jeweiligen Kanal.

R

Rack Rate (Listenpreis)

Die Rack Rate ist der maximale Zimmerpreis ohne Rabatte oder Aktionen. Sie dient als Referenz, von der aus andere Preisarten, Nachlässe oder Pakete abgeleitet werden, wird jedoch selten als finaler Verkaufspreis genutzt.

Rate Linking (Raten-Verknüpfung)

Unter Rate Linking versteht man abgeleitete Raten, die von einer Basisrate (z. B. BAR oder Master Rate) automatisch berechnet werden. Vordefinierte Regeln wie prozentuale Abschläge, Aufschläge oder Bedingungen sorgen dafür, dass sich die abgeleitete Rate dynamisch anpasst, sobald sich die Referenzrate ändert.

Rate fencing

Rate Fencing ist eine Revenue-Management-Technik, bei der rabattierte Raten an Bedingungen geknüpft werden. So erhalten nur bestimmte Kundensegmente oder Kaufverhalten Zugang zum günstigeren Preis.

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Ratenmodifikator

Ratenmodifikatoren sind Regeln, mit denen Zimmerpreise je nach Bedingung automatisch erhöht oder gesenkt werden, zum Beispiel nach Aufenthaltsdauer, Personenanzahl, Wochentag oder Vertriebskanal. So lassen sich Preise flexibel und dynamisch anpassen.

Ratenparität (Rate Parity)

Die Ratenparität war eine Vertragsklausel, die identische Preise auf allen Kanälen verlangte und niedrigere Website-Preise gegenüber OTAs untersagte. In Europa ist die Ratenparität seit dem 1. Juli 2024 verboten.

Ratenplan

Ein Ratenplan ist die Struktur aus Preisen und Bedingungen einer Unterkunft. Er umfasst z. B. Standard-, Rabatt-, Nicht-erstattbare Raten oder Raten mit Zusatzleistungen und kann nach Zimmerkategorie und Kundensegment differenziert werden.

Reisebüro

Ein Reisebüro vermittelt und organisiert Reisen, z. B. Flüge, Hotels, Mietwagen oder Pauschalreisen. Als Vermittler arbeitet es mit Leistungsträgern wie Hotels zusammen und übernimmt Planung und Buchung für Privat- und Firmenkunden.

Reiseveranstalter

Reiseveranstalter erstellen und verkaufen komplette Reisepakete mit Unterkunft, Transport, Ausflügen und Aktivitäten. Hotels arbeiten mit ihnen zusammen, um Gruppenpakete zu verkaufen, internationale Märkte zu erreichen und langfristige Kontingente zu sichern.

Release-Frist

Die Release-Frist ist der Stichtag, bis zu dem geblockte bzw. optionierte Zimmer (z. B. in einem Allotment mit einem Reiseveranstalter) bestätigt werden müssen. Nach Ablauf werden nicht gebuchte Zimmer freigegeben und wieder verkauft.

Reservierung

Eine Reservierung ist die Buchung eines Zimmers oder einer Leistung für ein bestimmtes Datum. Sie garantiert, dass die Unterkunft vorgehalten wird. Reservierungen erfolgen über Website, OTA, Telefon oder Reisebüros.

Revenue management

Revenue Management maximiert Umsatz und Auslastung durch dynamische Steuerung von Preisen und Verfügbarkeit. Grundlage sind Nachfrageanalyse, Forecasting, Segmentierung und dynamisches Pricing, das sich in Echtzeit an Marktbedingungen anpasst.

Revenue manager/in

Der Revenue Manager steuert Preis- und Vertriebsstrategien zur Umsatzmaximierung. Er analysiert Nachfrage, Historie, Trends und Wettbewerb und setzt RM-Techniken ein, um Raten, Verfügbarkeit und Angebote zu optimieren.

S

Serviced apartment

Ein Serviced Apartment ist ein möbliertes, voll ausgestattetes Apartment für Kurz- oder Langzeitaufenthalte. Zusätzlich zu Küche und Wohnbereich umfasst es Hotelleistungen wie Reinigung, Wäschewechsel, Rezeption und technische Betreuung.

Sperrdaten

Bestimmte Daten, an denen Raten, Aktionen oder Abkommen nicht gelten, meist zu Spitzenzeiten (Hochsaison, Events, Feiertage). Hotels setzen dort Buchungsrestriktionen oder höhere Raten.

Sperrdatum

Konkreter Tag, an dem bestimmte Zimmer vom Verkauf ausgeschlossen sind, z. B. wegen Wartung, Gruppenblöcken oder betrieblichen Anforderungen. Die Maßnahme dient der Bestandssteuerung und Sicherung der Servicequalität.

Spillage (Umsatzverlust durch Übernachfrage)

Spillage ist der entgangene Umsatz, wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt und keine weiteren Buchungen angenommen werden können – oder wenn Zimmer zu früh und zu günstig verkauft wurden, wodurch der maximal mögliche Erlös sinkt.

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Spoilage (Leerstand trotz Verfügbarkeit)

Spoilage bezeichnet Umsatzverlust, wenn Zimmer trotz Verfügbarkeit unverkauft bleiben – oft durch ungenutzte Nachfrage oder ineffektives Preis- und Verfügbarkeitsmanagement vor Anreise.

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Stammgast

Ein wiederkehrender Gast kehrt nach einem früheren Aufenthalt zurück. Dieses Verhalten steht für Loyalität und Zufriedenheit und ist ein wichtiger Erfolgsindikator, da Wiederholer laufende Umsätze und organische Empfehlungen bringen.

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Stornierungsrichtlinie

Die Stornierungsrichtlinie legt fest, unter welchen Bedingungen Gäste eine Buchung stornieren können. Sie kann kostenlose Stornierungen bis zu einer bestimmten Frist vor Check-in, mögliche Gebühren sowie Optionen zur kostenfreien Terminänderung umfassen.

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T

Tagesabschluss (End of Day, EOD)

Zeitpunkt, an dem der operative Tag im System geschlossen wird. Alle Tagesbuchungen werden verbucht und konsolidiert, Verfügbarkeiten aktualisiert und Statistiken erzeugt.

U

Unabhängiges Hotel

Ein unabhängiges Hotel agiert ohne Zugehörigkeit zu Ketten oder Gruppen. Es steuert Management, Preisgestaltung und Marketing selbst und bietet oft lokal geprägte, individuelle Erlebnisse.

Unbeschränkte Nachfrage

Unbeschränkte Nachfrage bezeichnet die Gesamtzahl an Anfragen, die ein Hotel in einem Zeitraum erhielte, wenn es keine Verfügbarkeitsgrenzen gäbe. Sie umfasst bestätigte Buchungen und abgelehnte Anfragen und zeigt das volle Nachfragepotenzial.

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Upgrade

Ein Upgrade ist eine kostenfreie oder kostenpflichtige Aufwertung einer Reservierung, meist in eine höherwertige Zimmerkategorie. Es bietet mehr Platz, zusätzliche Leistungen oder eine bessere Lage, etwa mit Panorama-Aussicht.

Upselling

Upselling bedeutet, Gästen ein hochwertigeres Produkt oder zusätzliche Leistungen im Vergleich zur ursprünglichen Wahl anzubieten, z. B. eine bessere Zimmerkategorie, Frühstück, Spa-Leistungen oder Premium-Services.

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V

Verfügbarkeit

Anzahl verfügbarer Zimmer an einem Datum oder in einem bestimmten Zeitraum. Diese Information wird in Buchungssystemen genutzt, um Gästen die verfügbaren Optionen zu zeigen, die Bestände über alle Verkaufskanäle zu verteilen und Überbuchung zu vermeiden.

Verpflegungsart

Art der im Aufenthalt enthaltenen Verpflegung. Die gängigsten Optionen sind Room Only (nur Übernachtung), Bed & Breakfast (Frühstück), Half Board (Halbpension), Full Board (Vollpension) und All-inclusive.

Vollpension (FB – Full Board)

Arrangement mit Übernachtung und drei Mahlzeiten pro Tag: Frühstück, Mittag- und Abendessen. Getränke sind je nach Hotelregelung inkludiert oder exklusive.

Voraussichtliche Ankunftszeit (Estimated Time of Arrival, ETA)

Die vom Gast genannte oder vom Hotel geschätzte Check-in-Zeit. Sie hilft bei der Organisation des Empfangs, der Zimmerbereitstellung und eventuell gebuchter Zusatzleistungen.

W

Walk-in-Gast

Ein Walk-in-Gast kommt ohne vorherige Reservierung ins Hotel und fragt ein Zimmer nach aktueller Verfügbarkeit an. Es werden keine Online- oder Telefonkanäle genutzt; die Buchung erfolgt direkt an der Rezeption.

Y

Yield management

Yield Management ist eine aus der Luftfahrt stammende Technik zur Gewinnoptimierung und wird in Hotels eingesetzt, um Erlöse zu maximieren. Preise und Zimmerverfügbarkeit werden in Echtzeit an Nachfrage und Kapazität angepasst.

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Z

Zahlungsbedingungen

Die Zahlungsbedingungen regeln Zeitpunkt und Art der Zahlung (bei Buchung, Check-in, Check-out), akzeptierte Methoden (Kreditkarte, Überweisung, Bar) sowie etwaige Strafgebühren bei Storno oder Änderung.

Zimmerbestand

Der Zimmerbestand bezeichnet alle vom Hotel zum Verkauf gestellten Zimmer inklusive Details wie Zimmertyp, Raten und Restriktionen. Die Pflege erfolgt in Buchungssystemen, um über alle Vertriebskanäle konsistente und aktuelle Informationen sicherzustellen.

Zimmerkapazität

Die Zimmerkapazität gibt an, wie viele Personen ein Zimmer aufnehmen kann. Sie richtet sich nach Größe und Ausstattung, etwa Bettenzahl oder Grundriss.

Zimmerkategorie

Zimmertyp bezeichnet die Kategorie, in die ein Hotel seine Zimmer einteilt – etwa nach Größe, Bettenanzahl, Lage oder enthaltenen Annehmlichkeiten. Übliche Beispiele sind Einzelzimmer, Doppel-/Twin-Zimmer, Familienzimmer, Suite, Superior oder Executive.

Zwischensaison

Zwischensaisons liegen zwischen Neben- und Hochsaison. Die Nachfrage ist niedriger als in der Hochsaison, aber höher als in der klassischen Nebensaison.