Length of stay (LOS) - Aufenthaltsdauer
Warum ist die Aufenthaltsdauer im Hotel wichtig?
Die LOS ist zentral, um Buchungsverhalten zu verstehen, Preisstrategien zu optimieren und Abläufe besser zu planen.
Eine längere durchschnittliche Aufenthaltsdauer senkt Betriebskosten (Check-in/-out, Reinigung) und stabilisiert die Auslastung. Sehr kurze Aufenthalte führen zu höherem Wechsel und damit mehr Aufwand und Kosten.
Die LOS hängt eng mit dem Mindestaufenthalt (MinStay) zusammen – einer Restriktion, die an bestimmten Daten eine Mindestnächtezahl fordert (z. B. 3 Nächte an Feiertagen oder in der Hochsaison), um Erträge zu maximieren und operative Wechselkosten zu reduzieren.
Zusammenfassung der LOS-Vorteile im Hotel:
- Angebote periodengerecht steuern (z. B. längere Aufenthalte an Brückentagen oder in der Nebensaison),
- Gäste besser segmentieren (Business vs. Leisure, Familien vs. Paare),
- Preis- und Werbestrategien entwickeln (z. B. „Long-Stay-Rabatte“ oder Mindestaufenthalt).
Wie wird die Aufenthaltsdauer im Hotel berechnet?
Formel:
Durchschnittliche Aufenthaltsdauer = verkaufte Nächte / Gesamtzahl der Buchungen
Praxisbeispiel:
Werden in einem Monat 600 Nächte über 200 Buchungen verkauft, gilt:
LOS = 600 / 200 = 3 Nächte
Im Schnitt blieb also jede Buchung 3 Nächte. Die Analyse im Zeitverlauf und nach Vertriebskanal zeigt Trends, die für Pricing und Vertriebsplanung wertvoll sind.