März 2026: Was sich bei Hotelbuchungen gerade verändert und was Sie tun können
Wer nur auf die Auslastung schaut, kann die Situation falsch einschätzen. Analysieren Sie zuerst das Booking Window.

Zwischen gesperrten Destinationen, tausenden gestrichenen Flügen und einem internationalen Umfeld voller Unsicherheit verändern sich derzeit auch die lokalen Buchungstrends spürbar.
Viele Hoteliers und Property Manager beobachten genau das in diesen Wochen. Nicht nur die Stornierungen für die kommenden Monate nehmen zu, auch das Booking Window – also der Zeitraum zwischen Buchung und Aufenthalt – verkürzt sich. Mit anderen Worten: Gäste buchen immer kurzfristiger.
Jede Unterkunft und jede Destination hat ihre eigenen Dynamiken, und auch die Ursachen dieses Phänomens können unterschiedlich sein. Deshalb ist der beste Weg, die Situation richtig zu interpretieren, zunächst die eigenen Daten zu analysieren und gleichzeitig zu beobachten, was im lokalen Markt passiert.
In diesem Artikel erklären wir, was das Buchungsfenster ist und wie Sie sie richtig analysieren, damit Preisentscheidungen nicht nur aus dem Bauch heraus getroffen werden.
Was ist das Booking Window im Hotel und warum ist es wichtig?
Das Booking Window beschreibt, wie viele Tage zwischen dem Zeitpunkt der Buchung und dem Aufenthalt liegen.
Zum Beispiel:
Ein Gast bucht am 1. Mai für einen Aufenthalt am 1. Juni: Das Booking Window beträgt 30 Tage.
Ein Gast bucht am 28. Mai für einen Aufenthalt am 1. Juni: Das Booking Window beträgt 4 Tage.
Wenn Sie diese Kennzahl analysieren und mit Ihren historischen Daten vergleichen, verstehen Sie, wie früh Ihre Gäste im Durchschnitt buchen – und vor allem, ob sich dieses Verhalten verändert.
Viele Betriebe vergleichen nur die Auslastung. Für zukünftige Termine kann dieser Ansatz jedoch irreführend sein. Wenn sich das Booking Window verkürzt, wirkt die On-the-Books-Auslastung (also die bereits gebuchten Zimmer für ein zukünftiges Datum) automatisch niedriger als in den vergangenen Jahren.
Das Risiko, nur auf die Auslastung zu schauen? In eine Art Panik wegen leerer Zimmer zu geraten und die Preise zu früh zu senken – obwohl sich die Nachfrage noch gar nicht aktiviert hat.
Ein Beispiel
Stellen Sie sich vor, Sie analysieren den Monat August für Ihre Unterkunft. Vor zwei Jahren konnte die Situation etwa so aussehen:
- 60 % der Zimmer 60 Tage im Voraus gebucht
- 40 % der Zimmer 30 Tage im Voraus gebucht
Heute könnte das Bild ganz anders aussehen:
- 30 % der Zimmer 60 Tage im Voraus gebucht
- 70 % der Zimmer 30 Tage im Voraus gebucht
mit einem starken Anstieg der Buchungen in den letzten 10 bis 15 Tagen.
Wenn Sie in diesem zweiten Szenario Anfang Juni nur auf die August-Auslastung schauen, sehen Sie möglicherweise deutlich weniger verkaufte Zimmer als vor zwei Jahren und denken, Sie seien im Rückstand oder die Nachfrage sei schwächer.
Die Analyse des Booking Windows hilft Ihnen, diesen Fehler zu vermeiden. Sie zeigt Ihnen das tatsächliche Tempo der Nachfrage und hilft zu entscheiden, wann es sinnvoll ist, die Preise anzupassen.
Wenn Buchungen immer kurzfristiger erfolgen, sollten Sie besonders flexibel bleiben, frühzeitige Preissenkungen vermeiden und Raum für Preiserhöhungen lassen, sobald sich die Nachfrage in den letzten Tagen aktiviert.
Wenn Sie das Thema vertiefen möchten, lesen Sie auch unseren Artikel darüber, wie Sie Last-Minute-Buchungen von einer „Notlösung“ zu einer echten Strategie machen.
Wie lässt sich das Booking Window manuell analysieren?
Die Daten, die Sie zur Analyse des Booking Windows benötigen, sind in den meisten Property-Management-Systemen (PMS) und Channel Managern verfügbar. Das eigentliche Problem ist jedoch, dass diese Daten selten sofort in einer Form vorliegen, die sich direkt analysieren lässt.
Um wirklich zu verstehen, wie sich Ihr Booking Window verändert, müssten Sie:
- Buchungsberichte aus Ihrem PMS exportieren
- Buchungsdaten und Aufenthaltsdaten miteinander abgleichen
- alle Daten in Excel oder ähnlichen Tabellen zusammenführen, um Vergleiche anzustellen
- die Daten täglich aktualisieren
Das ist ein zeitaufwendiger manueller Prozess und mit einem hohen Risiko für Fehler oder vergessene Aktualisierungen verbunden. Deshalb ist es deutlich effizienter, ein Tool zu nutzen, das Ihnen bereits aufbereitete und stets aktuelle Daten liefert, wie zum Beispiel die Dynamic-Pricing- und Revenue-Management-Software Smartpricing.
Wie lässt sich die Booking Window mit Smartpricing analysieren?
Mit Smartpricing können Sie das Booking Window über den Bereich Pickup Report analysieren.
Der Pickup Report zeigt, wie viele Nächte für ein bestimmtes Aufenthaltsdatum Tag für Tag gebucht oder storniert werden. Dadurch können Sie klar erkennen:
- wann die ersten Buchungen eintreffen
- wie schnell die Auslastung wächst
- ob sich die meisten Buchungen erst kurz vor dem Aufenthaltsdatum konzentrieren
Praxisbeispiel
Stellen Sie sich vor, Sie möchten den Monat September 2026 analysieren.

Beim Blick auf den Pickup Report sehen Sie:
- Die gebuchten Nächte sind rückläufig (2025 waren es 65, dieses Jahr 36)
- Die On-the-Books-Auslastung ist um etwa 50 % gesunken (von 22 % auf 10 %)
- Die ADR (durchschnittliche Tagesrate) ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen (von 179,99 € auf 181,82 €)
Eine solche Situation könnte Sie zu dem Schluss bringen:
„Vielleicht sollte ich die Preise jetzt etwas senken, bevor ich kurz vor dem Termin mit einer schwachen Auslastung dastehe und drastische Preisnachlässe geben muss.“
Doch was wäre, wenn das Problem gar nicht der Preis ist, sondern dass sich die Nachfrage stärker in Richtung kurzfristiger Buchungen verschiebt?
Um das zu überprüfen, können Sie die Pickup-Analyse auf das gesamte Jahr 2026 ausweiten, beginnend mit dem 1. Januar.
In wenigen Sekunden würden Sie Folgendes sehen:

Beim Blick auf den Report fällt auf, dass die Gesamtauslastung der Unterkunft leicht rückläufig ist (32 % gegenüber 36 % zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr).
Doch was zeigen die Buchungen im Detail?
- Die meisten Buchungen konzentrieren sich auf die näherliegenden Monate (Januar, Februar, März, April und Mai).
- Die einzigen Monate, in denen die Auslastung 2026 über der von 2025 liegt, sind Januar und Februar – also bereits abgeschlossene bzw. konsolidierte Monate.
Der Pickup Report zeigt in diesem Fall etwas Entscheidendes: Die Performance des Jahres ist nicht grundsätzlich schlechter (die bereits abgeschlossenen Monate wachsen sogar), aber der Rhythmus der Buchungen verändert sich.
Damit haben Sie eine zusätzliche Grundlage, um zu entscheiden, wie Sie mit den Preisen für September umgehen sollten. Wenn Sie die Preise jetzt senken, würden Sie vermutlich keine zusätzlichen Buchungen generieren – stattdessen könnten Sie Umsatz verlieren, der später nur schwer wieder aufzuholen wäre.
Die sinnvollere Strategie ist es, die Entwicklung weiterhin täglich zu beobachten und erst dann über Preisanpassungen zu entscheiden, wenn ein klareres Gesamtbild vorliegt.
Der entscheidende Test: die Marktauslastung
An diesem Punkt könnten Sie noch einen Zweifel haben: Was, wenn sich die kürzere Buchungsvorlaufzeit nur auf Ihre Unterkunft auswirkt? In diesem Fall könnte es trotzdem sinnvoll erscheinen, die Preise zu senken.
Um das zu überprüfen, können Sie mit Smartpricing auch die Seite Marktanalyse aufrufen. Dort können Sie Ihre Wettbewerber beobachten und Ihre Auslastung Tag für Tag mit der des Marktes vergleichen.
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Wenn wir wieder auf das Beispiel September 2026 zurückkommen, zeigt der folgende Screenshot, dass Ihre Auslastung in Wirklichkeit weitgehend im Einklang mit der Marktauslastung steht.

Innerhalb weniger Minuten hat Smartpricing Ihnen eine klare Antwort auf Ihre ursprüngliche Frage geliefert: Das Problem betrifft nicht nur Ihre Unterkunft, sondern Sie sehen einen Buchungstrend, der auch Ihre Wettbewerber beeinflusst.
Der Unterschied ist, dass Sie diese Entwicklung Tag für Tag analysieren und Ihre Preise vor impulsiven Entscheidungen schützen können, während viele Ihrer Mitbewerber dazu nicht in der Lage sind.
Das Beste daran: Während Sie den Verlauf der Buchungen im Blick behalten, optimiert der Smartpricing-Algorithmus Ihre Preise automatisch auf Basis von Auslastung, Marktentwicklung und verbleibender Zeit bis zum Aufenthalt.
So können Sie sicher sein, zum wirtschaftlich sinnvollsten Preis zu verkaufen, selbst wenn sich die Rahmenbedingungen schnell verändern.
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