Prairerhof B&B
Früher war 100 % Auslastung das Ziel. Heute ist uns wichtiger, die richtigen Preise zu erzielen und dadurch auch die Qualität zu steigern.
Schenna bei Meran
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Hintergrund
Der Prairerhof in Schenna bei Meran ist ein familiengeführter Hof mit langer Geschichte. Die erste Erwähnung reicht bis ins Jahr 1401 zurück, heute wird der Betrieb in fünfter Generation von der Familie Mair geführt.
Die Gästebeherbergung begann bereits in den 1920er-Jahren, zunächst mit der Vermietung einzelner Zimmer. Später entwickelte sich daraus eine Frühstückspension mit traditionellen Zimmern im Bauernhaus. 2009 kamen zwei moderne Apartments im neu errichteten Wohn- und Wirtschaftsgebäude hinzu.
Heute umfasst der Prairerhof zehn Doppelzimmer, drei Einzelzimmer und zwei Apartments. Das Angebot verbindet bäuerliche Tradition, persönliche Betreuung und moderne Erholungselemente wie Pool, Whirlpool-Terrasse und eine Sauna im Weinberg.
Die Gäste kommen zu rund 90 % aus Deutschland, ergänzt durch Gäste aus der Schweiz, Italien den umliegenden Regionen. Der Betrieb ist fast ganzjährig geöffnet, mit kurzen Schließzeiten in nachfrageschwächeren Phasen.
Herausforderung
Als Thomas Mair den Betrieb früh übernehmen durfte, sah er in der Preisgestaltung einen der größten Hebel für die Weiterentwicklung des Prairerhofs. In der Umgebung gibt es viele vergleichbare Pensionen, die teilweise noch sehr traditionell geführt werden. Genau darin erkannte er eine Chance.
„Bei uns sind viele gleichwertige Pensionen in der Umgebung, die eher von älteren Generationen geführt werden. Ich durfte den Betrieb früh übernehmen und habe im Preis eigentlich immer schon den größten Hebel gesehen.“
Vor Smartpricing arbeitete der Prairerhof mit klassischen Saisonzeiten und festen Preisen. Die Struktur war übersichtlich, aber wenig flexibel. Gerade bei hoher Nachfrage fehlte der Mut und die Grundlage, Preise gezielt weiterzuentwickeln.
„Am Anfang ging es vor allem darum, sich überhaupt zu trauen, die Preise zu erhöhen. Da steht immer die Frage im Raum: Geht das? Tragen das die Gäste mit?“
Hinzu kam eine starke Stammgastbasis. Für den Betrieb war deshalb wichtig, Preisanpassungen nicht einfach durchzusetzen, sondern verständlich zu steuern: Wer flexibel reist, kann günstigere Zeiträume wählen. Wer in besonders gefragten Zeiten bucht, zahlt einen Preis, der besser zur Nachfrage passt.
„Wir haben unseren Stammgästen erklärt: Wenn ihr flexibel seid, nehmt andere Zeiträume als die Hauptzeiten. Dann können wir euch auch andere Preise anbieten.“
Lösung
Im September 2022 führte der Prairerhof Smartpricing ein. Für Thomas Mair war dieser Schritt Teil einer grundsätzlichen Haltung: neue Möglichkeiten früh prüfen, statt abzuwarten, bis alle anderen sie nutzen.
„Ich habe immer viel über das Internet recherchiert und mir angeschaut, welche Möglichkeiten es gibt. Bei Smartpricing war ich eigentlich vom Produkt gleich überzeugt und habe eine Chance gesehen.“
Gestartet wurde mit den bisherigen Preisen des Betriebs als Grundlage. In den ersten Monaten arbeitete der Prairerhof noch mit engeren Vorgaben, um Vertrauen in die neue Logik aufzubauen. Mit jeder Saison kamen jedoch mehr Daten aus dem Betrieb hinzu: Buchungsverhalten, Nachfrageverläufe, Auslastung und Preisreaktionen.
„Anfangs haben wir noch mit einer sehr strengen Tabelle begonnen. Mittlerweile hat der Algorithmus viel mehr Erfahrung und kann sich natürlich auch viel besser einbringen.“
Für den Betrieb bedeutete der Umstieg vor allem, die eigene Preisstruktur Schritt für Schritt anders zu denken.
„Man hat langsam angefangen zu steuern und gemerkt, dass sich die Hauptsaison verlängert hat und sich gleichzeitig auch die Preisstruktur verbessert hat.“
Heute nutzt der Prairerhof zusätzlich Smartpricing Premium. Der Service ergänzt die Software um eine regelmäßige persönliche Beratung: Ein Revenue Manager von Smartness analysiert gemeinsam mit dem Betrieb die Entwicklung, prüft Einstellungen und hilft dabei, die Preisstrategie laufend zu optimieren.
„Zurzeit ist mehr das Problem, dass die Zeit fehlt. Deshalb habe ich mich entschieden, das zusätzlich zu machen: Wenn man sich einmal im Monat fix darum Gedanken macht, reinschaut, optimiert und anpasst.“
Besonders wichtig ist diese Unterstützung in der Vor- und Nachsaison.
„In der Hauptsaison ist es nicht mehr so schwierig, dann läuft das. Wichtiger ist es in der Vor- und Nachsaison, wo man flexibler starten, aber danach gezielter anziehen muss.“
Ergebnis
Seit der Einführung von Smartpricing hat sich nicht nur die Preisstrategie des Prairerhofs verbessert, sondern auch der Blick auf das eigene Geschäft.
„Früher war 100 % Auslastung das Ziel. Heute würde ich sagen: Lieber 85 oder 95 % Auslastung, aber dafür zu einem besseren Preis. Dadurch kann auch die Qualität in jeder Hinsicht gesteigert werden.“
Der Blick auf die Zahlen zeigt die Entwicklung deutlich. Zwischen 2022 und 2025 stieg der Umsatz um rund 42 %. Der ADR erhöhte sich im gleichen Zeitraum von 116,25 € auf 138,19 €, also um knapp 19 %. Die durchschnittliche Auslastung stieg um 3 Prozentpunkte.
Mehr Umsatz durch bessere Preisstruktur
Der Umsatzanstieg zeigt, dass Smartpricing dem Prairerhof geholfen hat, das vorhandene Nachfragepotenzial besser auszuschöpfen. Die Preise wurden nicht einfach pauschal erhöht, sondern stärker an Nachfrage, Zeitraum und Auslastung angepasst.
Längere Hauptsaison
Ein wichtiger Effekt war die bessere Steuerung der Nachfrage über verschiedene Zeiträume hinweg. Durch differenziertere Preise konnten Gäste stärker in alternative Zeiträume gelenkt werden, während die stark nachgefragten Phasen zu besseren Preisen verkauft wurden.
Mehr Sicherheit für kleine Betriebe
Für Thomas Mair liegt ein zentraler Vorteil darin, dass Smartpricing kontinuierlich weiterentwickelt wurde und heute nicht nur Software, sondern auch Expertenunterstützung bietet.
„Das große Problem bei kleinen Betrieben ist: Wir machen alles selbst und müssen überall Spezialist sein. Das ist schwierig. Da hole ich mir lieber punktuell Unterstützung dazu.“
Gerade bei der Preisgestaltung, die viel Erfahrung und Feingefühl erfordert, ist diese Kombination aus Software und menschlicher Begleitung entscheidend.
„Ich kann vieles abdecken, aber nicht alles. Gerade bei so spezifischen und feinfühligen Themen wie Preisgestaltung ist es extrem wichtig, Spezialisten am Werk zu haben.“
Is Cheas
Die große Stärke von Smartresults ist, dass hier Fachleute im Einklang zusammenarbeiten. Sie haben sofort erkannt, was Is Cheas werden kann und welches Potenzial darin steckt.
La Favorita
Als uns das erfolgsbasierte Modell vorgeschlagen wurde, war für uns schnell klar, dass wir es annehmen: die Ziele in einer Win-win-Logik zu teilen, war entscheidend.